Die Schule der Zukunft gestalten!

Die bauliche und konzeptionelle Erweiterung der Spardorfer Grundschule ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen in unserer Gemeinde. Auf Einladung von Bürgermeisterkandidat Andreas Wasielewski fand am 05.03.2020 im Bürgersaal in Spardorf ein Expertenvortrag „Schule gemeinsam neu denken“ mit anschließender Diskussion statt.

Warum sollte Schule überhaupt neu gedacht werden? Ist das sinnvoll, oder vielleicht sogar notwendig? Ist es denn nicht so, dass wir alle durch die Schule gekommen sind und deswegen (oder trotzdem?) aus uns allen was geworden ist? Der ehemalige Schulamtsdirektor Gerhard Koller gab im Laufe des Abends nicht nur eine eindeutige Antwort hierauf, sondern zeigte auch anhand von Erfahrungsbeispielen, wie eine neue Schule, v.a. zum Wohle der Kinder, gelingen kann. Die zahlreichen Zuhörer und die lebhafte Diskussion zeigte, dass dieses Thema in Spardorf viele bewegt und v.a. im Hinblick auf den bevorstehenden Schulumbau endlich richtig angegangen werden sollte.

Seit der ersten Einführung der Mittagsbetreuung 1993 in Bayern haben sich nicht nur die Betreuungskonzepte weiterentwickelt (Mittagsbetreuung, gebundener Ganztag, offener Ganztag), sondern auch die Erkenntnisse, wie die optimale Bildung für unsere Kinder erreicht werden kann. Die „herkömmliche“ Herangehensweise mit 6 Stunden von 8:00 bis 13:00 Uhr „belehrendem“ Unterricht in einzelnen Fächern, ist schon lange nicht mehr zeitgemäß und bereitet unsere Kinder nicht ausreichend für spätere Aufgaben in den weiterführenden Schulen und später in Studium und Beruf vor, wo Interdisziplinarität sowie Projekt- und Teamarbeit immer wichtiger werden. Wie Herr Koller aus seiner Erfahrung klar gemacht hat, beginnt in der Grundschule nicht nur das Lernen, was heute eher einem Forschen und Entdecken gleichen sollte, sondern auch die gesellschaftliche Prägung, das gesellschaftliche Miteinander und auch das Vereinsleben. Es sollten daher Konzepte erarbeitet werden, die gesellschaftliche, pädagogische und bildungspolitische Aspekte umfassen und so unseren Kindern das bestmögliche Bildungsangebot bieten. Diesem obersten Ziel müssen alle anderen Ziele – ob die des Staates, der Gemeinde, der Schule und Lehrer, oder die der Eltern – untergeordnet werden.

Die wichtige und gute Nachricht des Donnerstagabend lautete, dass es nicht nur solche Konzepte gibt, sie wurden auch schon andernorts zusammen mit und zum Wohle aller Beteiligten umgesetzt. Dies zeigte ein eindrücklicher Beitrag über die Grundschule in Wiesenthau (http://www.grundschule-wiesenthau.de/).

Was könnte das nun für Spardorf bedeuten? Und warum sollten wir gerade jetzt darüber nachdenken?

Seit einiger Zeit läuft die Planung der Gemeinde, die bestehende Grundschule auszubauen. Wie jeder weiß, der sich mit diesem Thema beschäftigt, gab und gibt es immer wieder Verzögerungen und das Infragestellen des Vorgehens. Zuletzt ob es wirklich nötig sei, auf eine zweizügige Schule aufzustocken, wo doch nur eine 1,5-zügige gefördert wird. Aus der Erfahrung von Herrn Koller – immerhin Jahrelang Schulamtsdirektor – gibt es hierauf eine eindeutige Antwort. Eine Schule und damit meistens auch das Schulkonzept bleibt über 20 bis 25 Jahre konstant. Denn das ist die Zeit, die zwischen Neubau und Renovierung im Durchschnitt vergeht. Mit dem Schulumbau in Spardorf haben wir also heute nicht nur die Chance, sondern auch die Pflicht die Schule für die nächsten 20 Jahre neu zu denken. Dies bedeutet, das unabhängig von der jetzigen Situation die zukünftige Entwicklung (Altersstruktur in Spardorf, Vereinsleben, gesellschaftliche Herausforderungen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, …) zusammen mit allen Aspekten der Schule wie Räume, Ausstattung, Personal, Verpflegung, Zeitkonzept, etc. als Grundlage für die Planung herangezogen werden müssen. Sollten lediglich einzelne Interessen singulär betrachtet werden, so wie das aktuell der Fall ist (die Gemeinde betrachtet als Sachaufwandsträger nur das Gebäude), so ist das Gesamtergebnis von vorneherein zum Scheitern verurteilt und kann nicht zum wirklichen obersten Ziel führen, nämlich den Kindern das beste Bildungsangebot zu bieten. Dies bestätigte auch Herr Koller aus seiner persönlichen Erfahrung.
Gleichzeitig machte er den Anwesenden Mut, denn mit der Situation in Spardorf, wo die Gemeinde als Träger für Schule, Hort, OGTS und Mittagsbetreuung agiert, sind allerbeste Voraussetzungen geschaffen, um ein tragendes Konzept zum Wohle der Kinder zu etablieren.
Wie kann das nun erreicht werden? Auch hier gab Herr Koller Antworten und Tipps und erzählte aus seinem langjährigen Erfahrungsschatz, insbesondere hinsichtlich der Knackpunkte und der Vorgehensweise. Wichtig ist es eine umfassende offene Diskussion und Information aller Beteiligten (Eltern, Kinder, Lehrer, Schule, Gemeinde, Vereine, etc.) zu erreichen. Mit dem Ziel, die bestmöglichen Angebote für die Kinder zu bieten, könnte sich so ein „Spardorfer Konzept“ entwickeln, welches nicht nur jetzt, sondern auch in den nächsten Jahren den Schulstandort Spardorf bereichern wird.

Bürgermeisterkandidat Andreas Wasielewski brachte nach dem Vortrag klar zum Ausdruck, dass er die notwendigen Schritte in den nächsten Monaten angehen möchte.  Eine Unterstützung so erfahrener Personen wie Herrn Koller kann der Sache dabei nur gut tun und die Vergangenheit, wo eben genau diese Unterstützung nicht gesucht wurde, zeigt, dass ein geändertes Vorgehen für Spardorf dringend notwendig ist.

 

Der Countdown läuft!

Tage
Stunden
Minuten
Sekunden

Helfen Sie mit, eine neue Politik für Spardorf zu ermöglichen!
Wir möchten unsere Erfahrungen und Fähigkeiten in den Gemeinderat einbringen.
Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

© 2019 SPD Spardorf